Universität Bonn

Institut für Informatik

22. Juli 2026

Grace Hopper, BIG- und Sonderpreise 2026: Eine Vielzahl herausragender Arbeiten von Studierenden ausgezeichnet Grace Hopper, BIG- und Sonderpreise 2026: Eine Vielzahl herausragender Arbeiten von Studierenden ausgezeichnet

Forschungsvielfalt in der Informatik Bonn: Preise für KI, Robotik und mathematische Grundlagen

Von kompakten Sprachmodellen über intelligente Robotik bis hin zu mathematischen Grundlagen für komplexe Systeme: Die diesjährigen Preisträger*innen von Grace-Hopper-Preis, BIG-Abschlussarbeitspreisen und Johannes-Kepler-Stipendium zeigen, wie breit und zukunftsweisend Informatik an der Universität Bonn aufgestellt ist. Beim Sommerfest des Instituts wurden ihre Leistungen in einem feierlichen Rahmen gewürdigt.

Verleihung Grace-Hopper-Preis und BIG Master-/Bachelorarbeitspreis
Verleihung Grace-Hopper-Preis und BIG Master-/Bachelorarbeitspreis - Gewinner*innen des Grace-Hopper-Preises, der BIG Master-/Bachelorarbeitspreise sowie der Sonderpreise 2026 gemeinsam mit den Juror*innen und Betreuer*innen © Maximilian Waidhas | Universität Bonn
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Das Institut für Informatik und die Bonner Informatik Gesellschaft e.V. (BIG) haben auch in diesem Jahr Studierende ausgezeichnet, die mit ihren Arbeiten die Informatik voranbringen. Die Preise spannen den Bogen von Grundlagenforschung über KI und Robotik bis zu Sicherheitsfragen digitaler Systeme. Das Johannes-Kepler-Stipendium richtet den Blick zusätzlich auf geometrisch-algorithmische Forschung mit starkem mathematischem Profil.

Der Grace-Hopper-Preis: Mehr Sichtbarkeit für Studentinnen in der Informatik

Der Grace-Hopper-Preis ehrt Studentinnen, die mit ihren Arbeiten fachlich überzeugen und die Vielfalt der Informatik sichtbar machen. Im Geist der Informatikpionierin Grace Hopper zählt dabei nicht nur Exzellenz, sondern auch Ermutigung: neue Ideen zu wagen, Themen weiterzudenken und sich offen im Fach zu zeigen.

Die diesjährigen Preisträgerinnen sind:

  • Carla Münnich
    Bachelorarbeit „Mapping Phenotypic Similarity to Genetic Proximity in Rare Disorders“
  • Muskaan Chopr,
    Masterarbeit „Compact Language Models for Reasoning and Information Extraction“ sowie Erstautorin der Veröffentlichungen
    • „How Small Can You Go? Compact Language Models for On-Device Critical Error Detection in Machine Translation“ (IEEE Big Data 2025)
    • „Towards Reliable Machine Translation: Scaling LLMs for Critical Error Detection and Safety“ (ECIR 2026).
  • Yasmin Schmiede
    Masterarbeit „Open-Vocabulary and Semantic-Aware Search and Retrieval of Objects using the Stretch Robot“
    • sowie Mitautorin von Arbeiten zum offenen Wortschatz-Reasoning und semantischer Objektsuche in dynamischen Umgebungen (IROS-Workshop 2025, German Robotics Conference 2026).

Die Jury betont, wie vielfältig und hochwertig die Bewerbungen jedes Jahr sind und dass die eingereichten Arbeiten nahezu alle Themen abdecken, zu denen an den Bonner Informatikinstituten aktiv geforscht wird.

Im Rahmen der Preisverleihung gaben die Preisträgerinnen Kurzvorträge zu ihren Themen, in denen sie Anwendungen von KI in Medizin und Robotik sowie neue Ansätze für kompakte Sprachmodelle und Reasoning vorstellten. Die Auszeichnung umfasst eine offizielle Ehrung sowie ein Preisgeld.

BIG-Abschlussarbeitspreise: Informatik mit Wirkung

Die Bonner Informatik Gesellschaft e.V. vergibt ihre BIG-Abschlussarbeitspreise für die besten Bachelor- und Masterarbeiten eines Jahrgangs. In diesem Jahr zeigen die prämierten Arbeiten eindrucksvoll, wie eng wissenschaftliche Tiefe und gesellschaftliche Relevanz zusammengehören – von Cybersecurity über Datenanalyse und Optimierung bis hin zu Robotik und KI-gestützten Szenenrepräsentationen.

Ausgezeichnet wurden für ihre Bachelorarbeit:

  • Björn Carlberg, „Automating Asset Discovery for Penetration Testing“
  • Christopher Neugebauer, „Übertragbarkeit von Benchmarkergebnissen auf reale wissenschaftliche Anwendungen“
  • Lars Müller, „Effiziente Berechnung der Graph Edit Distance“
  • Paul Johannes Jünger, „Solving the Feedback Arc Set Problem on Sparse Graphs“
  • Simon Bartlmae, „Die Komplexität des Drone Delivery Problems“

Ausgezeichnet wurden für ihre Masterarbeit:

  • Niklas Mueller-Goldingen, „Evidential Learning of Semantic Scene Graphs for Pepper Plants“
  • Gjergj Plepi, „Object-Centric Image to Video Generation with Language Guidance“
  • Norman Bunk, „Bayesian Update Step using Adiabatic Quantum Computing“
  • Bastian Abt, „Adaptive Fluid Cohomology“
  • Michael Kaibel, „Design and Evaluation of Optimality Preserving Data Reduction for Maximum k Cut“
  • Johanna Luz, „Bandits with Knapsacks and Switching Costs“

Die Arbeiten verdeutlichen, wie die Informatik Bonn Themen wie KI, Datenanalyse, Robotik und effiziente Algorithmen miteinander verknüpft und so sowohl Grundlagenforschung als auch praktische Anwendungen vorantreibt.

Sonderpreis: Beiträge zur DARPA Artificial Intelligence Cyber Challenge (AIxCC)

Ein Sonderpreis würdigt Beiträge zur Teilnahme an der internationalen DARPA Artificial Intelligence Cyber Challenge (AIxCC). Ausgezeichnet wurden fünf Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit, die sich mit KI-gestützter Analyse und Absicherung digitaler Systeme befassen und von Prof. Dr. Matthew Smith betreut wurden:

Ausgezeichnet wurden für ihre Bachelorarbeit:

  • Christoph Geron, „Evaluation of LLM and Fuzzing driven autonomous Cyber Reasoning Systems in the AIxCC“
  • Annika Kuntze, „Leveraging Large Language Models for Bug-Directed Input Generation in Fuzzing“
  • Julian Steffen, „Feedback-driven Proof of Vulnerability Generation with LLMs“
  • Niklas Steffen, „Scientific Evaluation of an AI-based Cyber Reasoning System“
  • Veit Eysholdt, „Tool-Augmented LLM Agents for Automated Vulnerability Detection“

Ausgezeichnet wurden für seine Masterarbeit:

  • Maxim Shevchishin, „Towards AI-powered automatic debugging“

Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie stark KI-basierte Methoden inzwischen in Security-Fragen und in der Analyse komplexer Softwaresysteme verankert sind – ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Forschung und praktischer Wirkung an der Informatik Bonn.

Johannes-Kepler-Stipendium: Starke mathematische Grundlagen

Aus den Mitteln des Stiftungsfonds Johannes Kepler werden Stipendien zur Förderung geometrisch-algorithmischer Forschungen unter besonderer Berücksichtigung wissenschaftshistorischer Aspekte vergeben. In diesem Jahr erhalten:

  • Franziska Kehe
  • Christoph Petzsch

ein Johannes-Kepler-Stipendium für ihre Arbeiten im Bereich geometrisch-algorithmischer und mathematischer Grundlagenforschung. Die Förderung umfasst eine einjährige monatliche Unterstützung von etwa 300 Euro.

Das Stipendium unterstreicht die zentrale Rolle, die mathematisch geprägte Informatik an der Universität Bonn spielt – gerade dort, wo neue Ideen für Algorithmen, Optimierung und Datenrepräsentation entstehen.

Ermutigung für künftige Bewerbungen

Insgesamt zeigen die ausgezeichneten Arbeiten, wie vielseitig Informatik in Bonn ist: von theoretischen Modellen über Algorithmen und Quantentechnologien bis hin zu KI-Anwendungen in Robotik, Medizin und Cybersecurity. Die Preise schaffen Sichtbarkeit für diese Leistungen und geben Studierenden Rückenwind für ihre weiteren Schritte in Forschung und Praxis.

Wer im kommenden Jahr eine hervorragende Abschlussarbeit schreibt oder sich als Studentin in der Informatik besonders engagiert, sollte eine Bewerbung für Grace-Hopper-Preis, BIG-Abschlussarbeitspreise oder Johannes-Kepler-Stipendium in Erwägung ziehen. Die Ausschreibungen und Modalitäten sind auf den Seiten des Instituts für Informatik und der Bonner Informatik Gesellschaft zu finden.

Wie Grace Hopper sagte: „If in doubt – do it.“ – ein Motto, das auch für die nächsten Einreichungen gilt.

Dr. Felix Boes
Akademischer Rat
Institut für Informatik 4
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
E-Mail: boes@cs.uni-bonn.de
Telefon: +49 228 73 60555

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