Das Institut für Informatik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist Teil des neu gegründeten deutschlandweiten Graduiertenprogramms Max Planck School of Biomedical Artificial Intelligence. Dieses Programm verbindet Forscherinnen und Forscher aus insgesamt 24 Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen, um KI-Methoden für die Grundlagenforschung in den Lebenswissenschaften voranzutreiben und Perspektiven für translationale Anwendungen zu schaffen.
Prof. Dr. Zorah Lähner, Leiterin der Forschungsgruppe Geometry in Machine Learning am Institut für Informatik, wird als Fellow aktiv beteiligt. Ihre Expertise in Machine Learning und geometrischer Optimierung trägt wesentlich zur methodischen KI-Forschung bei und stärkt den interdisziplinären Austausch mit biomedizinischen Anwendungen.
„Ich freue mich sehr, dass nun eine vierte Max Planck School gegründet wird und wir so ein weiteres deutschlandweites Graduiertenprogramm aufbauen können – mit Beteiligung exzellenter Forschender“, so Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. „Der gewählte fachliche Fokus nimmt eine besondere Herausforderung in den Blick: die Schnittstelle zwischen Biomedizin und Künstlicher Intelligenz.“
Die Finanzierung erfolgt durch die Dieter Schwarz Stiftung sowie Eigenbeiträge der Partner, darunter regionale Einrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum. Dies schafft ein starkes Netzwerk für Promovierende und unterstreicht den Beitrag des Instituts zur KI-Forschung in Feldern wie geometrischem Deep Learning.
Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus drei Kurzanträgen durch Experten wie Prof. David Barber (Professor für Machine Learning, University College London), Prof. Michael Bronstein (DeepMind Professor für KI, University of Oxford) und Prof. Concha Bielza (Professorin, Universidad Politécnica de Madrid) wurde das Konzept unter Leitung von Karsten Borgwardt (MPI Biochemie) ausgewählt.
Die nächsten Schritte umfassen den Aufbau einer Geschäftsstelle, Kooperationsvereinbarungen und die erste Ausschreibung für PhD-Positionen zum 1. September 2026. Das Institut für Informatik freut sich auf die Vertiefung der Zusammenarbeit.