Informationen
zum Wechsel vom Diplom zum Bachelor
Die neue Bachelorprüfungsordnung ermöglicht es Studierenden des Diplomstudiengangs, unter Anrechnung der für das Diplom bereits erbrachten Prüfungsleistungen in den Bachelorstudiengang zu wechseln. Auf dieser Seite erhalten Sie umfangreiche Informationen über einen solchen Wechsel – jeder Diplomstudierende sollte sich damit zumindest kurz damit auseinander gesetzt haben, ob diese Option für ihn/sie in Frage kommt.
Wann und warum sollte man in den Bachelorstudiengang wechseln?
Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, in den Bachelor zu wechseln oder auch im Diplom zu verbleiben. Letztlich muss jeder Studierende selbst diese Frage für sich entscheiden, wir beraten Sie so gut wir können. Es lassen sich ganz generell, ohne die Situation des Einzelnen zu kennen, nur wenige „gute Ratschläge“ geben.
Wesentlicher Vorteil eines Wechsels ist es, schneller zu einem berufsqualifizierenden Abschluss zu kommen als im Diplomstudiengang. Die Regelstudienzeit im Bachelor ist mit 6 Semestern um ein Drittel kürzer als im Diplom (bekanntlich 9 Semester). Insbesondere ist auch der Arbeitsaufwand für die Bachelorarbeit mit 12 LP um 60 % geringer als für die Diplomarbeit (30 LP). Wer also beabsichtigt, möglichst zügig den Weg aus der Universität in die berufliche Praxis zu gehen, für den kann der Wechsel in den Bachelor nur empfohlen werden. Auch für die zahlreichen Studierenden, die in den ersten Semestern ihres Studiums mehr oder weniger große Probleme haben und „ahnen“ (oder gar schon wissen), dass die Anforderungen eines Universitätsstudiums für sie eigentlich zu hoch sind, sollten sich überlegen, ob sie nicht mit einem Wechsel in den Bachelor das Studium eher und mit größeren Erfolgsaussichten zu Ende bringen können.
Es gibt aber sicher auch viele Studierende, denen man von einem Wechsel ganz klar und unmissverständlich abraten kann. Wer etwa im Diplomstudiengang schon so viele Prüfungen absolviert hat, wie im 5. oder einem noch höheren Semester der Regelstudienzeit erwartet wird, sollte auf jeden Fall im Diplom verbleiben. Nur in einer früheren Phase des Diplomstudiums oder bei einem deutlichen Rückstand gegenüber dem Studienplan des Diploms „lohnt“ sich ein Wechsel. Wer bereits weiß, dass er (oder sie) auch mit den Anforderungen fortgeschrittener Vorlesungen im Hauptstudium gut zurecht kommt, so dass das Erreichen eines guten Diplomabschlusses nur noch eine Frage der Zeit, aber nicht des Könnens ist, der sollte auf jeden Fall im Diplom verbleiben.
Insbesondere sollten Sie bedenken, dass nach einem erfolgreichen Bachelorabschluss kein automatisches Weiterstudium im Master möglich ist. Nur wer als Bonner Bachelorabsolvent eine Gesamtnote von 2,5 oder besser vorweist, wird direkt zum Masterstudium zugelassen. Alle anderen müssen sich – wie auch externe Bewerber – einer sogenanntenEignungsfeststellungsprüfung unterziehen. Nur wer diese Prüfung besteht, kann im Master (hier in Bonn) weiterstudieren! Bedenken Sie aber auch, dass der Masterstudiengang komplett in englischer Sprache abgehalten wird.
Was kann wofür angerechnet werden?
Für viele Module des neuen Bachelorcurriculums gibt es direkte „Vorgänger“ im modularisierten Diplomstudiengang, andere Bachelormodule sind neu oder haben einen anderen Umfang als die bisher angebotenen Module. Beim Wechsel in den Bachelor bemühen wir uns, trotz dieser Unterschiede möglichst alles anzuerkennen, was an absolvierten Prüfungen „mitgebracht“ werden kann. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Anrechnungsmöglichkeiten für Pflichtmodule des Bachelorstudiengangs – diese Anerkennungen brauchen nicht beantragt zu werden, sondern werden beim Wechsel vom Prüfungsausschuss „automatisch“ vorgenommen, brauchen also nicht gesondert beantragt werden:
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Leistung gemäß DPO 2003 |
anerkannt als Leistung gemäß BA-PO 2007 |
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Informatik I |
Systemnahe Informatik |
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Informatik II |
Technische Informatik |
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Informatik III |
Algorithmen und Berechnungskomplexität I |
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Informatik IV |
Algorithmen und Berechnungskomplexität II |
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Programmierung I |
Algorithmisches Denken und imperative Programmierung |
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Programmierung II |
Objektorientierte Softwareentwicklung |
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Mathematik Ia |
Lineare Algebra |
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Mathematik Ib |
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Mathematik IIa |
Logik und Diskrete Strukturen |
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Mathematik IIb |
Analysis |
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Mathematik III |
Angewandte Mathematik |
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Mathematik IV |
Angewandte Mathematik |
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Proseminar |
Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens |
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Programmierpraktikum |
Systemnahe Programmierung |
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Softwaretechnologie (B3) |
Softwaretechnologie |
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Informationssysteme (B3) |
Informationssysteme |
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Rechnernetze I (B1) |
Systemnahe Informatik |
Darüber hinaus können weitere Module des Diplom-Hauptstudiums für Wahlpflichtmodule im Bachelor anerkannt werden. Auch für Nebenfachmodule wird es Anerkennungsmöglichkeiten geben. Diese Anerkennungen werden allerdings nur jeweils im Einzelfall auf Antrag vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorgenommen.
Wenn es Unterschiede bei den Leistungspunkten gibt (etwa bei „Logik und Diskrete Strukturen“, 4 LP im Diplom – 8 LP im Bachelor, oder „Informationssysteme“, 8 LP im Diplom – 6 LP im Bachelor) wird stets die LP-Zahl des Bachelorstudiengangs anerkannt. Im Bachelor gibt es keine Maluspunkte – das Maluspunktekonto fällt also weg, wenn man in den Bachelor wechselt. Die Bachelorprüfungsordnung sieht aber für jedes Modul maximal drei Versuche vor, das Modul als Ganzes zu bestehen. Fehlversuche werden daher vom Diplom in den Bachelor „mitgenommen“.
Will jemand aus der „alten“ DPO (von 1998 oder früher) in den Bachelor wechseln, dann werden zunächst die Prüfungsleistungen aus der alten DPO gemäß den Übergangsbestimmungen der neuen DPO in anerkannte Module mit LP umgerechnet. Danach kommen dann die hier aufgeführten Anerkennungsprinzipien von Bachelormodulen zur Anwendung.
Was muss man tun,
wenn man wechseln will?
Der Wechsel vom Diplom in den Bachelor ist ein Studiengangswechsel, so als ob Sie etwa Ihr Hauptfach wechseln würden. Dazu müssen Sie vor Ende der Einschreibfrist am 26. September 2007 im Studierendensekretariat in den Bachelorstudiengang umschreiben lassen. Das zugehörige Formular wird „vor Ort“ ausgefüllt. Vor dem Weg ins Studierendensekretariat müssen Sie allerdings im Prüfungsbüro eine Einstufung in ein bestimmtes Fachsemester des Bachelor vornehmen lassen (und sich dabei auch gleich die aus dem Diplom „mitgebrachten“ Prüfungsleistungen anerkennen lassen) – Sie erhalten dann bei uns eine Einstufungsbescheinigung, die Sie bei der Umschreibung unbedingt mitbringen müssen. Ohne Einstufung kein Wechsel!
Damit wir die Ressourcen für das WS 2007/08 vernünftig planen können – wir haben keine Ahnung, wie viele von Ihnen wechseln werden – setzt der Prüfungsausschuss Informatik eine Frist bis zum 15. August 2007 für die Beantragung einer Einstufung. Nach Ablauf dieser Frist geben wir solche Bescheinigungen nur noch in Härtefällen aus, ansonsten müssen Sie bis zum Sommersemester mit dem Wechsel warten! Also entscheiden Sie sich bitte im Verlauf der nächsten zwei Monate – wenn Sie entschieden sind, dann kommen Sie bitte sofort zum Prüfungsbüro, ansonsten wird der 15.8. für das Prüfungsbüro ganz „grausam“!
Wenn Sie irgendwelche Fragen zum Thema „Wechseln oder nicht?“ haben, lassen Sie sich von uns beraten. Schicken Sie eine Mail entweder mit Ihren Fragen oder mit der Bitte um einen Beratungstermin an bama@informatik.uni-bonn.de. Wir melden uns so bald wie möglich!
Druckversion: WechselDiplomBachelor.pdf (4 Seiten)
PA Informatik/Prof. Dr. Rainer Manthey - zuletzt geändert: 7.6.07