Studis sind "ganz normale junge Leute"
Wenn die Studis heute aufbegehren - den Segen des Kanzlers haben sie. Viele
Forderungen der Studenten verdienten "Sympathie und Unterstützung", sagte Helmut
Kohl gestern im Bundestag. Er sprach den Protestierenden vor allem auch deshalb
sein "Vertrauen" aus, weil diese Generation im Unterschied zu 1968 nicht den
"Staat umstürzen" wolle. Vielmehr handle es sich um "ganz normale junge Leute",
die zügig studieren wollten, um rasch ins Berufsleben einsteigen zu können. Dies
seien ganz andere Motive als jene, die "Herrn Fischer und seine Zeitgenossen
damals über die Rollbahn getrieben haben", sagte Kohl an die Adresse des Grünen
Joschka Fischer.
taz
Bemerkung:
Kasten-Text
TAZ Nr. 5393 vom 27.11.1997 Seite 3 Tagesthema 23 Zeilen
TAZ-Bericht