Studentenstreik weitet sich aus

Proteste an allen fünf Unis des Landes Hessen


Streik an der Uni Kassel/Wiesbaden (AP). Der hessische Studentenstreik hat sich auf alle fünf Universitäten des Landes ausgedehnt. Als letzte schlossen sich am Mittwoch die Studenten der Gesamthochschule Kassel dem Boykott von Vorlesungen und Seminaren an, wie die Leitung der Hochschule berichtete. In einer spontanen Demonstration zogen rund 1.500 Studierende nach einer Vollversammlung durch die Kasseler Innenstadt zum Rathaus. Zuvor waren in Marburg bereits rund 7.000 Studenten auf die Straße gegangen, um gegen den Bildungsnotstand an den Hochschulen zu demonstrieren.

Wissenschaftsministerin Christine Hohmann-Dennhardt erklärte in Wiesbaden, Verbesserungen im Lehrangebot der Hochschulen seien nötig und möglich: "Es gilt, alle Anstrengungen auf diesem Feld zu bündeln." In den Jahre 1998 und 1999 stünden im Rahmen eines Sonderprogramms für Forschung und Lehre über 80 Millionen Mark zusätzlich zur Verfügung. Zudem solle die Lehrverpflichtung der Professoren um zwei Stunden pro Woche angehoben werden. Hohmann-Dennhardt verwies auch auf die Novelle zum Hessischen Hochschulgesetz, die in Kürze dem Landtag zugeleitet werde. Darin würden deutliche Akzente zur Verbesserung der Lehre gesetzt.

  • In NRW laufen die Vorbereitungen

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