Mahnwachen für die Bildung

Initiative in Baden-Württemberg gegründet


Stuttgart (AP). Mit Mahnwachen vor dem Landtag und Podiumsdiskussionen will die "Initiative Bildung" in den kommenden Wochen auf die Misere bei Kindergärten, Schulen und Hochschulen im Land aufmerksam machen. Wie die Organisation am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, haben sich 20 Gruppierungen aus Baden-Württemberg zu dieser Initiative zusammengeschlossen. Ausgangspunkt sei die gemeinsame Sorge um das Bildungssystem. Der Bildungsbereich werde den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht.

Joachim Wildemann vom Arbeitskreis der Gesamtelternbeiräte sagte: "Wir wollen unsere Kompetenz in den Bildungsbereich einbringen." Die höchste Priorität müsse bei den Kindern und Jugendlichen liegen. Bildungschancen dürften nicht vom Geldbeutel abhängen.

Wildemann forderte die Landesregierung auf, mehr Geld in diesen Bereich zu investieren. "Es ist uns bewußt, daß wir dafür in anderen Bereichen Einschränkungen hinnehmen müssen", sagte Wildemann. Zudem sprach sich die Organisation für eine größere Selbständigkeit der Bildungseinrichtungen und eine umfassende Reform der zu vermittelnden Lerninhalte aus.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft forderte einen offenen Dialog über die Zukunft des Bildungswesens in Baden-Württemberg. GEW-Landesvorsitzender Rainer Dahlem erklärte, Geld allein reiche nicht aus. In der Initiative sind Schüler- und Studentenvertretungen, Elternbeiräte, Gewerkschaften, die Volkshochschulen, die SPD und die Grünen vertreten.